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argeAWV bei Kabinettschef Mag. Bernhard Bonelli MBA


Am 29. Sept. 2020 konnte argeAWV.at-Präsident LAbg. Bgm. Anton KASSER und Vizepräsident Dr. Alfred Egger gemeinsam mit dem Bundeskoordinator Dr. Johann Mayr die argeAWV.at bei Bernhard Bonelli im Bundeskanzleramt vorstellen. Sie überreichten ihm das VWM-Grünbuch.

 

Die argeAWV.at konnte ihre Position zum Thema Pfand und Eindämmung der Plastikflut präsentieren und wurde nach ihrer Einschätzung gefragt. Das Gespräch war profund und interessiert.

 

 


Pfandlösung für Österreich: Belastbare Zahlen- und Datengrundlagen schaffen

Presseaussendung APA-OTS, 14.09. 2020

Anlässlich des Stakeholderdialogs zur Verpackungssammlung am 9. September 2020 im Klimaschutzministerium (BMK) fordern namhafte Abfallexperten ein, zuverlässige Datengrundlagen zu schaffen. „Die von Vertretern der Wirtschaft veröffentlichten Zahlen, dass bereits jetzt über 95 % der PET-Flaschen in drei Bundesländern, Vorarlberg, Tirol und Burgenland ohne Pfand gesammelt werden, können weder Vertreter der Fachwelt noch die Verantwortlichen vor Ort nachvollziehen,“ erklärt argeAWV-Präsident LAbg. Bgm. Anton KASSER.

 

Die argeAWV-Mitglieder und Verantwortlichen der kommunalen Abfallverbände aus Vorarlberg, Tirol und Burgenland, Herbert KOSCHIER, Dr. Alfred EGGER und Johann JANISCH halten fest: „Wir fordern von Interessensvertretern der Wirtschaft mehr Sachlichkeit und Transparenz ein. Die in den letzten Wochen kolportierten Zahlen der PET-Flaschensammelquoten von über 95% ohne Pfand weisen weder eine richtig zitierte Quelle noch eine nachvollziehbare Datengrundlage auf. Die österreichische Bevölkerung benötigt klare Signale für mehr Umweltschutz und zur Bekämpfung der Plastikplage. Nehmen wir die Emotionen raus und arbeiten mit transparenten Zahlen, Daten und Fakten.“

 

Ein Koautor der BMK-Studie über die „Möglichkeiten zur Umsetzung der EU-Vorgaben betreffend Getränkegebinde, Pfandsysteme und Mehrweg“, Ing. Mag. Walter HAUER führt weiter aus: „Die Fach- und Wirtschaftswelt braucht einen fachlichen Dialog auf Basis unstrittiger Zahlen. Wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit ist hierzu der Schlüssel“. Er betont, dass die von der Wirtschaft angeführten Zitate nicht richtig sind und die Daten nicht von den Autoren stammen.

 

Anton KASSER bekräftigt: „Die Bestimmung der Sammelquoten auf Bundeslandebene würde die Kenntnis über die regionalen PET-Verkaufszahlen aller Lebensmitteleinzelhandelsgeschäfte in Österreich erfordern. Die Müllanalysen der Bundesländer der Jahre 2018 und 2019 haben darüber hinaus nur die gemischte Leichtverpackung im Restmüll analysiert. Der Anteil von Kunststoffgetränkeverpackungen im Restmüll wurde nicht erhoben. Daher sind die in den Raum gestellten Sammelquoten und ihre regionale Zuordnung falsch und sind keine Basis für eine verantwortungsvolle Entscheidung.“

 

KASSER abschließend: „Versachlichen wir den Dialog. Stellen wir die Bürgerin und die Bürger in den Mittelpunkt einer funktionierenden Kreislaufwirtschaf. So erreichen wir das Sammelziel 2029 von 90%,“ Die kommunalen Abfallverbände Österreichs erwarten von einer Pfandlösung auf Getränkeverpackungen einen Rückgang der derzeitigen Litteringkosten von 120 Mio € um 40%. Das sind 50 Mio. € zukunftsträchtige Investitionen in eine saubere Umwelt im Sinne der Gemeinden und der Bevölkerung.“

 

 


argeAWV-KASSER: Verantwortungsvolles Wertstoffmanagement:Diebstahl von Müll durch illegale Sammelbrigaden ist keine Bagatelle


Presseaussendung 2020 07 20
Verantwortungsvolles Wertstoffmanagement –

Diebstahl von Müll durch illegale Sammelbrigaden ist keine Bagatelle

Weil in den vergangenen Jahren in Österreich eine Zunahme von illegalen Müllsammeltätigkeiten durch ausländische Sammler (Kleinmaschinenbrigaden) zu beobachten ist, hat sich die österreichische Abfallwirtschaft zur Arbeitsgruppe „Stopp illegalen Abfallexport“ unter dem Motto „Verantwortungsvolles Wertstoffmanagement“ zusammengeschlossen.

argeAWV-Präsident LAbg. KASSER und VÖEB-Präsidentin Jüly sind dem Gemeindebundpräsident Riedl dankbar, dass er bei einer Besprechung bei Justizministerin Zadic die Bitte vorgebracht hat, dass, auch wenn Einzeldelikte einen scheinbar kleinen Wert darstellen, sie in der Strafverfolgung nicht wegen der geringen Höhe niedergeschlagen werden, da durch die Wiederholungstat – und das ist das Wesen von illegaler Sammlung – sehr schnell ein höherer Schaden entsteht.

Insgesamt schätzt man, dass 160.000 t an Wertstoffen (vor allem Altmetall) den österreichischen Kommunen und Entsorgungsbetrieben entwendet werden, was zu einem Schaden über 10 Mio. EUR.

 

Massive Wertstoffverluste durch illegale Sammlungen

Mit 40% sind die Elektro- und Elektronikaltgeräte die größte Einzel-Produktgruppe, die die illegalen Sammler entwenden. Der Präsident der ARGE Österreichischer Abfallverbände, LABg. Bgm. Anton KASSER: „In Elektroaltgeräten sind zahlreiche Stoffe und Materialien enthalten, die bei einer richtigen Entsorgung recycelt und damit wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgebracht werden können. Deshalb ist es gerade bei diesen Geräten besonders wichtig diese ordnungsgemäß zu entsorgen, und nicht illegalen Abfallsammlern aus dem osteuropäischen Ausland mitzugeben. Derartige Sammlungen untergraben nicht nur die hohen Qualitätsstandards der österreichischen Abfallwirtschaft, sondern führen auch zu massiven Wertstoffverlusten, weil eben diese wertvollen Materialien nicht recycelt werden können. Dadurch wird auch die europaweite Rohstoffproblematik weiter verschärft.“ Laut einer aktuellen Studie der österreichischen Abfallwirtschaft hatte bereits jeder vierte Österreich Kontakt zu illegalen Müllbrigaden. Bereits jeder Achte hat diesen schon zumindest ein Mal etwas mitgegeben und sich damit seines Abfalls auf illegale Weise entledigt.

Volkswirtschaftlicher Schaden bei mindestens 10 Mio. Euro

Seit über zwei Jahrzehnten exportieren illegale Abfallsammler große Mengen Müll aus Österreich ins osteuropäische Ausland. In den vergangenen Jahren sind die diesbezüglichen Mengen drastisch angestiegen. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass derzeit jährlich bis zu 160.000 Tonnen Abfall illegal ins Ausland verbracht werden. „Der volkswirtschaftliche Schaden, der durch den illegalen Müllexport verursacht wird, hat enorme Ausmaße angenommen. Laut Expertenmeinungen beläuft sich dieser pro Jahr auf mindestens zehn Millionen Euro“, erklärt Gabriele Jüly, Präsidentin des VOEB (Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe).

 

Hintergrund:

Abfallsammlungen ohne entsprechende Sammelgenehmigung sowie der Müll-Export ohne entsprechende Notifizierung sind in Österreich illegal. Illegale Sammlungen werden nach dem Abfallwirtschaftsgesetz mit hohen Geldstrafen geahndet. Wie ein Gutachten des Grazer Umweltrechtsexperten Dr. Martin Eisenberger bestätigt, treffen diese Strafen aber nicht nur die Sammler selbst, sondern auch jeden Einzelnen, der seinen Müll im Zuge dieser Sammlungen abgibt. Die Höhe der Strafe variiert dabei je nach Art des Abfalls. Bei nicht gefährlichen Abfällen drohen Strafen bis zu 7.270 Euro, bei gefährlichen sogar bis zu 36.340 Euro. Der Müllexport ohne entsprechende Genehmigung entspricht darüberhinaus einem Straftatbestand nach dem Österreichischen Strafgesetzbuch. Dabei kommen sowohl der Exporteur selbst, aber auch der Abfallbesitzer, der von den illegalen Exporten gewusst hat, als Täter in Betracht. Es drohen sogar Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr.

 

Über den VOEB

Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) ist die freiwillige Interessensvertretung der kommerziell geführten Entsorgungsunternehmen in Österreich. Der Verband vertritt derzeit über 250 Mitgliedsunternehmen und repräsentiert somit zwei Drittel – gemessen am Umsatz bzw. an den Beschäftigten – der privaten österreichischen Entsorgungsbetriebe. Die Branche beschäftigt direkt und indirekt ca. 43.000 Mitarbeiter, entsorgt rund zwei Drittel des gesamten in Österreich anfallenden Abfalls in 1.100 High-Tech-Anlagen und erwirtschaftet Umsätze in der Größenordnung von 4 Mrd. Euro pro Jahr.

 

Über die ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände

Die ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände ist die Informationsdrehscheibe und Interessensvertretung von rund 100 Gemeindeverbänden für Abfallwirtschaft in Österreich. Als Zusammenschluss von acht Landesdachorganisationen vertritt die ARGE die öffentliche Abfallwirtschaft in fachlicher Zusammenarbeit mit Gemeindebund und Städtebund. Mit Müllgebühren in Höhe von rd. 600 Mio. EURO werden jährlich 3,5 Mio. Tonnen Siedlungsabfälle von Gemeinden, Städten und Verbänden gesammelt, verwertet und entsorgt.

 

 

Rückfragen:
Mag. Daisy Kroker                                           Dr. Johann Mayr
Geschäftsführerin VOEB                                   Bundeskoordinator argeAWV.at
Tel.: +43 664 4002750                                   Tel.: +43 664 3909720
E-Mail:
kroker@voeb.at                                  E-Mail: hans.mayr@argeawv.at


Presseaussendung 1. Juli 2020, APA-OTS

Nur Pfandsystem sichert Premium-Qualität für Kunststoffrecycling

Zur Erreichung der EU Recyclingziele von Kunststoffverpackungen müssen in den nächsten fünf Jahren die Bemühungen in Österreich verdoppelt werden. argeAWV-Präsident LAbg. Bgm. Anton KASSER unterstützt daher die Diskussionen in österreichischen Entsorgungsbetrieben für ein hochwertiges Kunststoffrecycling: „Die kommunalen Abfallverbände wollen gemeinsam mit der Wirtschaft die Vorgaben des EU-Kreislaufwirtschaftspakets erfüllen. Wenn ein Mindesteinsatz von recyceltem Kunststoff insbesondere bei Getränkeflaschen gefordert ist, dann müssen wir diese Materialien nach ihrer Nutzung bestmöglich sammeln, sortieren und verwerten. Wie internationale Zahlen und Daten zeigen, kann die Qualität für hochwertige Rezyklate nur bei Einführung eines Pfandsystems gewährleistet werden. Ein effizientes Recycling von Getränkeverpackungen wird so in kurzer Zeit ermöglicht.“

 

Immer mehr europäische Länder erwägen die Einführung eines Pfandsystems für Einweg-Getränkeverpackungen. Damit kann die Erfüllung neuer EU Sammelquote von 90% im Jahr 2029 garantiert werden. Es beendet das überhandnehmende Littering. Kasser greift in der Diskussion auch eine Forderung der heimischen Entsorgungsbetriebe auf: „Die Unternehmen der Abfallwirtschaft und mit ihr Präsidentin Jüly fordern eine Mindesteinsatzquote von recyceltem Kunststoff. Bei den Plastikflaschen ist dies nur nur über ein Pfandsystem wirtschaftlich und ökologisch machbar. Jedes Prozent an mehr zurückgegebenen Pfandplastikflaschen trägt zu 2,5% zur Erfüllung des EU-Gesamtkunststoffverpackungsrecyclingziels von 50% bei.“

 

Neben einem Pfandsystem für Plastikflaschen zur Erfüllung des Kunststoffverpackungs-Recyclingzieles von 50% werden die Haushaltsverpackungssammelsysteme gemeinsam mit den Kommunen die Leichtverpackungssammlung auf alle verwertbaren Kunststoffe ausdehnen müssen. Auch im Sinne der Herstellerverantwortung muss die Wirtschaft und Industrie in neue Sortieranlagen investieren und die heutige Sortiertiefe von 40% auf 80% erhöhen.

 

Vorteile eines Pfandsystems für Österreich

 

Kasser führt weiter aus, dass ein Pfandsystem auf Einwegkunststoffflaschen, mit Mindestpfandwert und einer definierten Sammelquote sowohl eine höhere Sortenreinheit sowie eine bessere Erfassung der Getränkeverpackungen ermöglicht: „Bequeme und zugängliche Rückgabemöglichkeit bringen zudem einen weiteren Nutzen: Das achtlose Wegwerfen von Abfällen wird auf ein Minimum reduziert und Industrie und Wirtschaft erhalten durch bepfandete Einwegflaschen die beste Qualität, für ein Recycling zu Lebensmittelqualität“ Der argeAWV-Präsident schließt: „Europäische Experten, wie der Chef der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch und führende internationale Unternehmen der Umwelttechnikbranche, wie TOMRA Systems, haben aufgezeigt, dass ein Pfandsystem ein Gewinn für Umwelt und Wirtschaft ist. So erreicht Litauen mit einem seit 2016 einheitlichen Pfandsystem auf alle Getränkeverpackungen bereits eine Sammelquote von 92 Prozent. Auch in Norwegen, Dänemark und Finnland existieren entsprechende Einwegpfandsysteme. Österreichs direkter Nachbar, die Slowakei plant ebenso eine Einführung des Einweg-Pfands im Jahr 2023.“


Einwegpfandlösung: Kommunale Abfallwirtschaft vermeidet bis zu halbe Milliarde Euro Zusatzkosten


„Die Einführung eines Einwegpfands auf Plastikflaschen ist ein ganz wesentlicher Schritt für mehr Umweltschutz, zur Erreichung der EU-Vorgaben und zur finanziellen Sicherung der kommunalen Abfallwirtschaft. Dem österreichischen Steuer- und Müllgebührenzahler werden dadurch allein 50 Mio.€ pro Jahr an Folgekosten durch umweltschädliches Littering erspart. Zudem werden durch eine Einwegpfandlösung, die das Aussortieren von Plastikflaschen aus dem Restmüll unnötig macht, zusätzliche Investitionskosten von 350 bis zu 500 Mio.€ vermieden. Langfristig sind wieder befüllte Flaschen im Mehrweg mit Pfandsystem jene Lösung, die das Recycling auf hohem Niveau nachhaltig sichert“, unterstreicht einmal mehr argeAWV-Präsident LAbg. Bgm. Anton KASSER.

 

Am Dienstag, den 02. Juni, findet ein runder Tisch im Umweltministerium statt, der die Möglichkeiten zur Umsetzung der EU-Plastik Richtlinie und damit auch eine Pfandlösung für Österreich diskutiert. Anton Kasser betont im Vorfeld der Diskussionen die Notwendigkeit der Einführung eines Einwegpfands. Leider werden trotz Vorhaltung geeigneter Getrenntsammelsysteme (Gelbe Tonne / Gelber Sack) bundesweit über 200.000 Tonnen an Verpackungen im Restmüll mitgesammelt, darunter eben auch Getränkeflaschen aus Kunststoff. Solche müssten aber zu einem sehr großen Anteil nachträglich aussortiert werden, um die geforderten EU-Recyclingquoten zu erreichen. Kasser lehnt das Aussortieren von Plastikflaschen aus dem Restmüll, was von einzelnen Vertretern der Wirtschaft als Alternative zum Einwegpfand vorgeschlagen wird, aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht dezidiert ab. Der Präsident stellt klar: „Dieser Vorschlag verkennt eindeutig, dass eine solche Lösung hohe Investitionskosten in neue Sortieranlagen nach sich ziehen würde. Unsere Expertenkalkulationen zeigen, dass zwischen 350 und 500 Mio.€ zusätzlich in technische Anlagen investiert werden müsste. Zudem verkennt die Diskussion, dass gerade Lösungen zur Restmüllsortierung von Plastikverpackungen bereits heute technologisch ausgereizt sind und daher nur mit erheblichem Mehraufwand zu realisieren wären. Wir erreichen die EU-Vorgaben wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll nur mit einem Einwegpfand.“

 

1 Mio. Tonnen Restmüllsortierung für Österreich wird abgelehnt

Kasser mahnt daher ein, beim runden Tisch im Umweltministerium die Folgekosten und technologisch sinnvollen Möglichkeiten zu erörtern. „Anstatt darüber zu sprechen, dass rund 1 Mio. Tonnen Restmüll in Österreich plötzlich sortiert werden müsste, um die EU-Quote zu erreichen, sollte man auf schnell realisierbare, erprobte Lösungen setzen.“

Experten bestätigen zudem, dass bei bestimmten Plastiksorten bei jeder weiteren Behandlung – wie der Restmüllsortierung - Qualität für das Recycling verloren geht. Der Präsident unterstreicht: „Dass wir ohne Not über ein forciertes Restmüllrecycling in Österreich sprechen, ist entweder durch das bewusste Negieren der Zusammenhänge oder durch das bewusste Inkaufnehmen von Mehrkosten für die Bevölkerung bedingt. Ein Blick in die EU zeigt, eine Pfandlösung ist für mehr als 150 Mio. Europäer (10 EU-Staaten) die richtige Lösung. Acht weitere EU-Mitgliedsstaaten haben die Einführung eines Einwegpfandes bis 2023 bereits beschlossen. Österreich sollte sich hier dem europaweiten Trend, gerade in Zeiten des „new green deals“, nicht verschließen.“

Nach aktuellen Erhebungen betragen die Kosten für das Entleeren der Papierkörbe in den Straßen und das Einkehren von nicht sachgerecht entsorgtem Abfall für die Kommunen 120 Mio.€ pro Jahr. Welcher Anteil davon in Zukunft den Einwegplastikprodukten zugerechnet wird, ist derzeit noch in Diskussion. Dazu kommen noch die Kosten der Straßenerhalter (ASFINAG, Landesstraßenverwaltungen) und der Betreiber des öffentlichen Verkehrs (ÖBB, Wr. Linien, etc.) in Höhe von 38 Mio.€ pro Jahr. Plastikverpackungen haben also nicht nur ein technisches Problem beim Recycling, sondern sind – wie uns die Diskussionen um das Verbot von Einwegplastikgegenständen zeigt – auch ein erhebliches Umweltproblem.

 

Gestützt werden die Argumente von Anton Kasser durch die Stimmung in der Bevölkerung. Eine repräsentative Gallup-Umfrage des letzten Jahres zeigt eine Zustimmung von 61% für ein Pfand auf Einweggetränkeplastikflaschen.“

 

KASSER: „Die anhaltende Zustimmung zum Einwegpfand in der Bevölkerung ist unser Gradmesser und Auftrag. Sie will die Plastikverschmutzung vermeiden. Wir wollen Umweltschäden durch Littering eindämmen und Recycling auf hohem und wirtschaftlich sinnvollem Niveau ermöglichen. Ich fordere daher nochmals eindringlich alle Partner der Abfallwirtschaft auf, sich für die Interessen der Bevölkerung, der Umwelt und auch der Wirtschaft einzusetzen. Ein Pfandsystem ist sowohl ökonomisch, als auch ökologisch, die beste Lösung für Österreich, für unsere Kommunen und die Wirtschaft.

 

 


Global 2000 publiziert Report gegen Plastikverschmutzungs-Lobby



Presseaussendung 9. April 2020

Altstoffsammelzentren nach Ostern wieder geöffnet
Einschränkungen bei den Öffnungszeiten derzeit regional unterschiedlich

(Wien, 09.04.2020); Das Aufrechterhalten der Müllentsorgung ist gerade in einem Ausnahmezustand, wie derzeit aufgrund der Coronakrise, eine wichtige Aufgabe zum Schutz der öffentlichen Hygiene und Gesundheit. Einen besonders wichtigen Beitrag dabei leisten tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städte, Gemeinden und der gesamten Abfallwirtschaftsbranche. Sie sind tagtäglich im Einsatz, um die Entsorgungssicherheit in Österreich auch weiterhin sicherzustellen. Der Fachverband Entsorgungs- und Ressourcenmanagement (WKÖ) hat deshalb gemeinsam mit der Arge Österreichischer Abfallverbände (argeAWV.at) nunmehr spezifische Empfehlungen zum Schutz sowohl des Fachpersonals als auch der Bürger*innen erarbeitet.

Funktionierende Infrastruktur: Österreichs Abfallwirtschaft ist wesentlich

Die österreichweit flächendeckenden Entsorgungsstrukturen nach dem Prinzip der Entsorgungsautarkie ist unabdingbare Voraussetzung einer nachhaltigen Abfallwirtschaft. Die Altstoffsammelzentren (ASZ) bzw. Recyclinghöfe (RH) in den Bundesländern sind Einrichtungen der Daseinsvorsorge. Sie wurden von den Verantwortlichen (Bürgermeister*innen, Verbändeobleute) in den meisten Bundesländern wegen der Ausgangsbeschränkungen, der Vermeidung von Menschenansammlungen und des Schutzes der Mitarbeiter*innen vorübergehend geschlossen und sollen nach Ostern kontinuierlich wieder geöffnet werden. Für Anfang/Mitte Mai strebt die kommunale Abfallwirtschaft den Normalbetrieb an. Voraussetzung dafür ist, dass es vonseiten der Bundesregierung und des Gesundheitsministeriums nicht zu erforderlichen Anpassungen der derzeit geltenden Vorgaben und Regelungen kommt.

„Wir ersuchen die Bevölkerung, sich über Öffnungszeiten und Anlieferungsvorgaben sowie Verhaltensregeln am Recyclinghof/Altstoffzentrum der Städte/Gemeinden bzw. Gemeindeverbände genau zu informieren. Auf ihren Webseiten wird darüber tagesaktuell Auskunft gegeben,“ erklärt argeAWV.at-Präsident LAbg. Bgm. Anton KASSER.

Corona-Schutzmaßnahmen gelten auch im Recylinghof/Altstoffzentrum

4  Grundsätzlich sollte der Aufenthalt, je nach Größe des Areals, auf max. 2-3 Kunden beschränkt werden.

4  Der Einlass wird durch das Recyclinghofpersonal geregelt, bei großen Arealen kann ein Bauhofmitarbeiter oder auch Sicherheitspersonal unterstützend mitwirken.

4  Es ist ein freiwilliger Sicherheitsabstand zwischen Kunden und Recyclinghofpersonal im Ausmaß von zwei Metern einzuhalten.

4  Kunden, die vor dem Recyclinghof auf den Einlass warten, sind angehalten, dies im Auto zu tun.

4  Die anliefernden Bürger*innen sind angehalten, die Abfälle unter Anweisung der Mitarbeiter*innen selbst in die dafür vorgesehenen Container zu entladen.

4  Alle Personen sollen Schutzmasken tragen.

4  Es erfolgt keine Ausstellung von Lieferscheinen. Ebenso sind weder Zahlungen möglich noch müssen Unterschriften geleistet werden.

Die Bevölkerung ist aufgerufen bei allen Maßnahmen der Abfallwirtschaft engagiert und umsichtig mitzuwirken. Sie tragen damit nicht nur zu ihrer eigenen, sondern auch zur Sicherheit der Mitarbeiter*innen bei. Die Vermeidung von Abfällen und die getrennte Sammlung von Wertstoffen ist auch in Zeiten des Corona-Virus ein Gebot der Stunde (Ausnahme: Abfälle von infizierten Personen)

„Durch die verstärkte Zusammenarbeit und die intensivierte Kommunikation zwischen den Abfallverbänden und den privaten Entsorgungsbetrieben gewährleisten wir Österreichs Entsorgungssicherheit. Wir leisten damit gerade jetzt in unseren Siedlungsräumen eine wichtige Aufgabe und verantwortungsvolle Daseinsvorsorge. In Zeiten der Krise betreibt Österreichs Entsorgungswirtschaft vorsorgenden Umweltschutz“, betonen LAbg. Bgm. Anton KASSER, Präsident der argeAWV.at und Obmann Helmut OGULIN vom Fachverband Entsorgungs- und Ressourcenmanagement der WKÖ.

 

Rückfragen:
Fachverband Entsorgungs- und Ressourcenmanagement
Mag. Petra Wieser, Mobil: +43 664-817 94 12
E-Mail:
petra.wieser@wko.at

 

Arge Österreichischer Abfallverbände
Mag. Dr. Johann Mayr,
Bundeskoordinator
Telefon: +43 664-390 97 20
E-Mail:
 hans.mayr@argeawv.at


Umweltschutz und namhaften Experten klar den Vorrang geben: Vorfahrt für Einweggetränkepfand

„Die Einführung eines Einweggetränkepfandes in Österreich ist eine ganz wesentliche Lösung, um Schäden und Verschmutzungen in der Natur und Umwelt zu vermeiden. Wir wollen, dass das lästige und schädliche achtlose Verschmutzen, das Littering, der Vergangenheit angehört!“, fordert NÖ-Landtagsabgeordneter und Bürgermeister Anton KASSER, Präsident der Arbeitsgemeinschaft österreichischer Abfallwirtschaftsverbände (argeAWV.at). „Wir appellieren an Umweltministerin Gewessler den Empfehlungen der Studie, die durch ihr eigenes Haus veröffentlicht wurde, zu folgen. Die gesetzliche Einführung eines Einweggetränkepfandes, die vorgeschlagen wird, ist ein Gebot der Stunde. Sie ist auch ebenso ein wesentlicher Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz.“

 

Die Europäische Kommission hat im Jahr 2019 als Reaktion auf die weltweiten Berichte über Plastikverschmutzung in den Meeren die Single-Use-Plastics-Richtlinie erlassen. Österreich hat bis Juli 2021 Zeit, diese Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Dadurch tritt ein Einweg-Plastik-Verbot, unter anderem für Besteck, Teller, Geschirr, Trinkhalme, sowie Lebensmittelbehälter und Getränkebecher aus aufgeschäumten Kunststoffen (Polystyrol) in Kraft.

 

Kasser unterstreicht zudem, dass die Umsetzung des EU-Kreislaufwirtschaftspakets und die Erfüllung von Recyclingquoten, die in diesem Zusammenhang zu erwähnen sind, nicht den Kommunen und der allgemeinen Öffentlichkeit überantwortet werden kann: „Die Hersteller sind klar aufgerufen die Ziele und gesetzlichen Vorgaben der EU zu erfüllen. Adressaten der EU Aufgaben in Sachen Kreislaufwirtschaft sind Industrie und Wirtschaft, die Hersteller. Die Erfüllung von bestimmten Quoten, durch unterschiedliche Sammelverfahren, deren Anerkennung im Übrigen bislang auch durch die EU noch ausständig ist, kann nicht auf die Gemeinden abgewälzt werden. Ein Einweggetränkepfand zur Erfüllung der Vorgaben schafft daher Klarheit und Planungssicherheit für alle Beteiligten.“

 

„Die kommunale Abfallwirtschaft erwartet sich in der Diskussion um Umweltschutz ganz klar, dass Industrie und Wirtschaft ihrer Herstellerverantwortung nachkommen. Abfüller, Handel und Importeure können die Kosten der Umweltverschmutzung und -schäden ihrer Produkte nicht auf die Allgemeinheit, also die Kommunen und die Bevölkerung, abwälzen“, zeigt sich KASSER überzeugt. „Wir alle tragen Verantwortung für unsere Umwelt und Natur. Nicht nur Bürgerinnen und Bürger, sondern alle Beteiligten müssen ihren Teil dazu leisten. Niemand ist hier ausgenommen“, gibt sich der Präsident bestimmt.

 

In zahlreichen Diskussionen der Stakeholder über Getränkeverpackungen ist man sich auf Augenhöhe begegnet. Bereits im Vorfeld hat man sich sachlich auf jene Fragen geeinigt, welche die Pfandstudie umfassen. Ebenso wurde vereinbart, dass die Ergebnisse von allen Stakeholdern anerkannt und als Handlungsempfehlung für die politischen Entscheidungen akzeptiert werden. KASSER: „Wir fordern das Versprechen der Industrie und Wirtschaft ein, dass wir gemeinsam die Single-Use-Plastics-Richtlinie in Österreich so umsetzen, wie es die Experten vorschlagen. Wir sehen uns an die gemeinsamen Vereinbarungen verantwortungsvoll gebunden.“

 

KASSER: „Die eindeutigen Ergebnisse der Pfandstudie liegen auf dem Tisch. Wir fordern eine umgehende und zügige Umsetzung im Sinne unserer Umwelt ein. Die Bevölkerung ist zu 61% für ein solches Einweg-Pfand.“

Für die kommunale Abfallwirtschaft ist das unachtsame Wegwerfen von Müll in die Landschaft (= Littering) ein massives Problem. Die österreichischen Abfallwirtschaftsverbände organisieren gemeinsam mit den Ämtern der Landesregierungen seit Jahrzehnten sogenannte Flurreinigungsaktionen, um den Müll aus den Straßengräben, aus den Parks und aus der Landschaft zu sammeln. „Im Vorjahr haben in ganz Österreich an über 3.000 Aktionen fast 200.000 Personen teilgenommen und 1.000 Tonnen Müll gesammelt. Nach ersten Erhebungen und Sortieranalysen wie zum Beispiel in Salzburg, wissen wir, dass gemessen an der Stückzahl, Getränkeverpackungen über drei Viertel des so problematischen, gelitterten Mülls ausmachen. Wir mahnen daher die Abgeltung hunderttausender Freiwilligenstunden der Bevölkerung und der Abfallentsorgungskosten durch Littering in den Gemeinden ein. Umweltschutz gibt es auch für Industrie und Wirtschaft nicht zum Nulltarif. Wer die Zukunft und Menschen ernstnimmt, der lässt sie nicht mit der Rechnung für Umweltverschmutzung im Regen stehen“, erläutert KASSER.

 

Inhalt der Pfandstudie

Die Empfehlung der Experten (Technisches Büro Hauer, Institut für Abfallwirtschaft der Universität für Bodenkultur, Montanuniversität Leoben) lautet ganz klar:

 

·       Einführungen eines Einweg-Pfands mit 0,3 € pro Stück auf alle Getränkeverpackungen aus Kunststoff und Metall

·       Beobachtung der Getränkeverpackungen aus Glas und Verbundkartons

·       Abgeltung der Kosten an den Handel

·       Aufbau einer „Zentralen Stelle“ zur Abwicklung der verschiedenen Ströme (Daten, Geld, Material)

·       Maßnahmen zur Steigerung der Verwendung von ökologisch noch besseren Mehrweg-Getränkeverpackungen.

 

Anton Kasser präzisiert: „Das teuerste Kostenmodell aus der Pfandstudie, bei der drei Viertel des Restmülls sortiert werden, um eine 90%-ige getrennte Sammlung der Getränkekunststoffflaschen zu erreichen, kostet 145 Mio. € pro Jahr. Ein aufmerksamer Blick auf die Kosten des Einweggetränkepfands, mit 117 Mio. € pro Jahr, zeigt den klaren Vorzug dieser Lösung. Das Einwegpfand ist mit der höchsten Sammelquote von 95 %, die bei einer Pfandhöhe von 30 Eurocent zu erwarten ist, zudem auch die ökologisch vorteilhaftere Variante.

Reaktion auf Aussagen von Anderen

Mit der Einführung eines Einweg-Pfands entspricht man auch der Forderung des Getränkefachverbandes, der sowohl die ökonomisch als auch ökologisch beste Variante politisch umsetzen möchte und seine Mitwirkung versichert hat.

 

Die von der ARA-AG vorgebrachten Bedenken, dass es zu einem Parallelsystem in der Abfallwirtschaft käme, sind nicht schlüssig. Schon bei der Einführung der Verpackungsverordnung im Jahr 1993 hätte man dies ins Treffen führen können. Außerdem bliebe mit dem Einweggetränkepfand in den Sammeleinrichtungen mehr Platz für die übrigen Kunststoffverpackungen. Kasser zeigt sich überzeugt: „Bedenken des Handels können wir dahingehend auch ausräumen, als die Rücknahme der Einweggetränkeverpackungen für ihn kostenneutral angesetzt wird und er seine Aufwendungen ersetzt bekommt“.

 

Dass sich die Wirtschaft zudem bereits auf die Einführung eines Einweggetränkepfandes vorbereitet, zeigen zahlreiche Aussendungen der Industrie und Wirtschaft, darunter renommierte Firmen der Getränkeindustrie, wie Coca-Cola und von Recyclingspezialisten wie der Reclay/UFH GmbH. Die österreichische kommunale Abfallwirtschaft unterstützt zudem die Forderung von Nicht-Regierungsorganisationen (Greenpeace, WWF, global2000) nach einer erhöhten Verwendung von Mehrweggetränke-Verpackungen, weil sie aus Sicht der Ressourcenschonung die ökologischere Variante darstellt.

 

 

Kasser endet: „Wir arbeiten Tag für Tag für die österreichische Bevölkerung in Sachen Kreislaufwirtschaft. Industrie und Wirtschaft sind dabei Partner. Lassen sie uns gemeinsam den Experten folgen und leisten wir einen wesentlichen Beitrag für unsere Umwelt mit einer Pfandlösung.“

 

NÖ Landtag beschließt Maßnahmen zur Abfallvermeidung

Presseaussendung der NÖ Umweltverbände vom 31.01.2020

NÖ Landtagsbeschluss zu Abfallwirtschaft: Kurs halten und erfolgreichen Weg fortsetzen

 

St. Pölten (31.01.2020) – Anlässlich des gestrig einstimmigen Beschlusses des NÖ Landtags zu einem Maßnahmenpaket für die NÖ Abfallwirtschaft zeigen sich Landtagsabgeordneter und Bürgermeister Anton Kasser, Präsident des Vereins „die NÖ Umweltverbände“ und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf erfreut: „Die Zusammenarbeit zwischen den Umweltverbänden, dem Land Niederösterreich und unserer Bevölkerung ist ein Erfolgsmodell. Abfallvermeidung und Umwelt schützen, den Abfall als Wertstoff sinnvoll nutzen und die kommunale Abfallwirtschaft modern zu gestalten sind unsere tragenden Pfeiler. Mit dem einstimmigen Beschluss des NÖ Landtags zu einem Maßnahmenpaket sehen wir uns in unserem Auftrag bestärkt und werden die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortsetzen. Unser Motto auf diesem Weg bleibt wichtiger denn je: Die besten Abfälle sind jene, die erst gar nicht entstehen“, so Kasser und Pernkopf unisono.

 

Ausbau Infoangebot zur Vermeidung von Einwegplastik

„Wir sammeln in unserem Bundesland beispielsweise jährlich rund 29.000 Tonnen Plastik aus Verpackungen, das sind 17 kg pro Niederösterreicherin und Niederösterreicher. Mit unserem Infoschwerpunkt um NÖ plastikfit zu machen und anderen Maßnahmen, haben wir die Themen aus der Bevölkerung bereits aufgegriffen. Über www.plastikfit.at. sind zahlreiche Infos verfügbar. Wir begrüßen daher, dass es zu einem weiteren Ausbau des Infoangebots kommen soll,“ sagen Pernkopf und Kasser. Ab 2021 ist zudem bundesweit vorgesehen, dass Einwegbesteck, Geschirr, Strohhalme, Wattestäbchen und Luftballonstäbe aus Plastik vollständig aus umweltfreundlichen Materialien hergestellt werden müssen. Lebensmittelbehälter und Getränkebecher aus aufgeschäumten Kunststoffen (Polystyrol), wie sie öfters beim sogenannten To-Go-Kauf (der klassische Einweg-Cafebecher) benutzt werden, werden verboten. Auch Abfällen von Tabakerzeugnissen wie Filter von Zigarettenstummeln, Feuchttüchern oder leichte Kunststoff-Tragetaschen tritt man entgegen.

 

Sauberhafte Feste und Geschirrmobile: Bisher 17 Millionen Plastikbecher eingespart

Um Plastikabfall zu reduzieren und die Umwelt zu schonen, wurden schon im letzten Jahr die ,Sauberhaften FESTE‘, Niederösterreichs Programm für Veranstaltungen zur Abfallvermeidung und für mehr Umwelt- und Klimaschutz, weiterentwickelt. Diese werden hinkünftig noch flächendeckender beworben und weiter ausgebaut, um Abfall bei Festen zu vermeiden und zu reduzieren. Durch den Einsatz von Mehrweggeschirr und der ordentlichen Trennung aller Abfälle bei den Sauberhaften FESTEN lassen sich die Rest-Abfallmengen um bis zum Achtzigfachen reduzieren. Pernkopf erklärt: „Durch die mehrfache Verwendung und Recyclingfähigkeit von Mehrwegbechern beispielsweise, werden Ressourcen geschont und das Müllaufkommen reduziert. Durch ihr geringes Gewicht sind sie leicht zu transportieren das Material ist bruchsicher und sorgt für mehr Sicherheit durch ein geringeres Verletzungsrisiko. Hochwertiger Kunststoff kommt ohne Weichmacher aus und ist gesundheitlich unbedenklich.“ Bisher wurden 17 Millionen Plastikbecher eingespart und 80.000 umweltfreundliche Kuchenboxen bei den Sauberhaften Festen verteilt. Derzeit erhalten Gemeinden 10% Rabatt beim Kauf von Mehrwegbechern über das Nachhaltige Beschaffungsservice NÖ. Kasser ergänzt: „2018 wurden 500 Sauberhafte Feste veranstaltet, im letzten Jahr waren bereits 574 Feste sauberhaft. Auf diesen Erfolgen aufbauend, wollen wir auch die Anzahl an Geschirrmobilen und Geschirrspülern erhöhen.“

Pernkopf und Kasser enden: „Um Rohstoffe einzusparen und Kreislaufwirtschaft zu leben, sind die Themen Wiederverwendung und Reparatur ebenso von Bedeutung. Wir begrüßen daher die Diskussionen, die für diese Bereiche geführt werden sollen.“

 

Der vom NÖ Landtag einstimmig beschlossene Antrag zur NÖ Abfallwirtschaft:

https://noe-landtag.gv.at/fileadmin/gegenstaende/19/08/805-1/805-1AA.pdf

 

 

Über die NÖ Umweltverbände

Der Verein „Die Niederösterreichischen Umweltverbände" ist der freiwillige Zusammenschluss der

NÖ Umweltverbände, Städte, Statutarstädte und dem Land Niederösterreich auf dem Gebiet der Abfallwirtschaft. Er wurde 1993 als "Niederösterreichischer Abfallwirtschaftsverein" gegründet. Von den 573 niederösterreichischen Gemeinden sind 559 vertreten. (Schluss)

 

argeAWV.at übergibt Forderungspapier an Verhandler für Neue Bundesregierung

Kompakte Kurzfassung:

Forderungen der ARGE österreichischer Abfallwirtschaftsverbände- argeAWV.at – an die kommende Bundesregierung

 

arge-Präsident Bgm. Anton Kasser übergibt das Forderungspapier an LHStv. Stephan Pernkopf, arge-Vizepräsident Bgm. Roland Wohlmuth übergibt es an LR Rudi Anschober:

 

Die ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände (argeAWV.at) vertritt 102 österreichische Gemeindeverbände für Abfallwirtschaft, welche die geordnete, getrennte Sammlung von Wertstoffen und Restabfällen durch die Haushalte und Konsumenten in den ländlichen Regionen Österreichs organisieren. Mit ihrer Aktivität wird ein volkswirtschaftlicher Nutzen von 1,2 Mrd. € pro Jahr erbracht und 14.000 Menschen haben damit Beschäftigung und Einkommen.

  

Inhalt 

1.      Konsequentes Umsetzen der erweiterten Produzentenverantwortung. 2

2.      Änderungen bei der EAG-Verordnung/BatterieVO.. 2

3.      Einhaltung der Zusage zur Evaluierung des Anhang 1 der AbgeltungsVO.. 2

4.      Verwaltungsvereinfachung im Bereich der Verpackungsverordnung. 2

5.      Verstärkte Maßnahmen zur Umsetzung des Abfallvermeidungsprogrammes. 2

6.      Merkliche Reduktion von Lebensmittel in Abfällen und deren sinnvolle Verwertung. 3

7.      Maßnahmen gegen Littering durch Getränkeverpackungen und Kostenersätze für die Reinigung  3

 

1.     Konsequentes Umsetzen der erweiterten Produzentenverantwortung

Die argeAWV. fordern eine konsequente Umsetzung der erweiterten Produzentenverantwortung insbesondere bei Batterien, Elektroaltgeräten und Verpackungen. Sie haben noch immer in der „Ausfallshaftung“ eine Menge an Materialien im Restmüll zu entsorgen, deren eigentliche Verantwortung andere Wirtschaftsteilnehmer (Lizenzierungs- und Sammelsysteme) tragen müssten.

 Gerade bei Batterien und Akkus reicht die Quote für die getrennte Erfassung von 40 % bei weitem nicht aus, um die brandgefährlichen Anteile der Batterien im Restabfall auszuschließen, siehe auch Punkt 5.

 

2.     Änderungen bei der EAG-Verordnung/BatterieVO

Im Bereich der EAG- und BatterienVO gibt es nach 15 Jahren kommunaler Erfahrungen dringenden Novellierungsbedarf. Die Abgeltung der Personalkosten für Arbeiten zur EAG- und Batteriesammlung durch die Sammel- und Verwertungssystemen ist sicherzustellen.

 

3.     Einhaltung der Zusage zur Evaluierung des Anhang 1 der AbgeltungsVO

Die Abfallwirtschaftsverbände erwarten, dass die im Jahr 2015 von der Abteilung V des BMNT zugesagte Evaluierung des Anhang 1 der AbgeltungsVO nun nach Vorliegen der Restmüllanalysen auch umgehend in einer Novelle umgesetzt wird.

 

4.     Verwaltungsvereinfachung im Bereich der Verpackungsverordnung

Die Einführung des Wettbewerbs im Bereich der Haushalts-Verpackungssammlung hat zu einer Explosion des Verwaltungsaufwandes für die Verbände und Städte geführt. So sind pro Jahr rund 15.200 Rechnungen von den 158 kommunalen Vertragspartnern an die einzelnen Sammelsysteme auszustellen. Durch eine Abrechnung der kommunalen Leistungen über die Verpackungskoordinierungsstelle kann dies auf eine Rechnung im Quartal reduziert werden oder für alle kommunalen Vertragspartner pro Jahr auf 632 Rechnungen.

 

5.     Verstärkte Maßnahmen zur Umsetzung des Abfallvermeidungsprogrammes

Die ARGE ÖAWVs fordert verstärkte Maßnahmen zur Umsetzung des Abfallvermeidungsprogramms und zur zentralen Dokumentation dieser Maßnahmen mit einer Ausweitung der finanziellen Ressourcen des zuständigen Ressorts. Eine durch den Klimawandel und die Plastik-Problematik notwendig Bewusstseinsbildung zur Lebensstiländerung kann nicht nur Aufgabe der kommunalen Abfallwirtschaft sein.

 

6.     Merkliche Reduktion von Lebensmittel in Abfällen und deren sinnvolle Verwertung

Für Lebensmittelabfälle ist die gesamte Wertschöpfungskette verantwortlich und auch für die aktive Vermeidung. Wir fordern daher aktive Maßnahmen dazu bei Landwirtschaft, Verarbeiter, Handel und Verbraucher. Die aktuellen Analysen zeigen, dass im Restmüll noch sehr viele biogene Abfälle enthalten sind. Vorgeschlagen wird, dass die Kosten für die Biomüllsammlung in die Restmüll-gebühren einzurechnen sind und jedem Haushalt/Betrieb eine „kostenlose“ Biotonne zur Verfügung gestellt wird.

 

7.     Maßnahmen gegen Littering durch Getränkeverpackungen und Kostenersätze für die Reinigung

Untersuchungen haben gezeigt, dass Getränkeverpackungen in Österreich die Hauptverursachergruppe von „Littering“ -Abfällen sind.

Wir fordern daher entsprechende Maßnahmen, um Littering zu vermeiden, und den vollen Kostenersatz durch die Hersteller für die Reinhaltung der Kulturlandschaft.

 

 


ÖWAV-Veranstaltung Kommunale Abfallwirtschaft

Hier gehts zur Anmeldung : 

 



argeawv.at-Kasser: Wir halten Österreich sauber

Vlnr: Dr. Johann Mayr, argeAWV.at-Bundeskoordinator; KR Hans Roth, VÖEB-Präsident; LAbg. Bgm. Anton Kasser; argeAWV.at-Präsident; Franziska Olischer, Stadträtin von Mödling


Presseaussendung (Wien)
Kommunen positionieren sich immer mehr als Reiniger, Wertstoff-Manager und Klimaschützer

·       Über 2.700 Flurreinigungsaktionen in Österreich 2019.

·       Neue Recyclingziele der EU werden in Österreich Investitionsschub auslösen.

·       Kommunen wollen gemäß EU-Richtlinie, dass bis 2025 10% der Fahrzeuge mit Antrieben aus Erneuerbarer Energie betrieben werden

·       GALLUP-Umfrage: Ablehnung der Privatisierung der Abfallentsorgung steigt seit von 58% in 2016 auf 68 % in 2019

·       ARGE Abfallwirtschaft-Präsident Kasser: „Mülltrennen und Wertstoff-Management ist Klimaschutz!“

Der Präsident der ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände (arge AWV.at) Landtagsabgeordneter Bürgermeister Anton KASSER zeigt auf „Mülltrennen ist Klimaschutz, weil durch getrennt gesammelte Wertstoffe neue Rohstoffe ersetzt werden, wird bei der Produktion von neuen Produkten Treibhausgas eingespart. Die österreichische Abfallwirtschaft trägt ganz erheblich zur Erreichung der Klimaziele bei, wie der letzte Klimabericht des Umweltbundesamtes zeigt.“

 

Durch die Vermeidung von Methangasemissionen, weil kein unbehandelter Müll mehr abgelagert werden darf, die umweltfreundlichen Ferntransportsysteme auf der Bahn und auch die Gutschriften durch die Einsparung von Treibhausgas bei der Neuproduktion trägt die Abfallwirtschaft als einziger der fünf betrachteten Sektoren schon seit mehr als 10 Jahren zur Reduktion der schädlichen CO2 Gase bei.

 

Der ARGE-Bundeskoordinator Dr. Johann MAYR berichtet über die neueste Gallup-Umfrage der ARGE zum Thema Zufriedenheit der ÖsterreicherInnen mit der öffentlichen Abfallwirtschaft: „Die Menschen schätzen die zuverlässige Arbeit der Gemeinden, ihrer Abfallwirtschaftsverbände und Städte. Sie wissen um den Wert einer sauberen Umwelt. Mülltrennung und Recycling sind Ihnen ein wirkliches Umweltanliegen. Dieser Erfolg beruht auch auf den Leistungen unsere AbfallberaterInnen. Sie informieren in den Gemeinden und Städten wie Plastik und andere Abfälle vermieden werden und wie die Bevölkerung Wertstoffe und Restmüll richtig getrennt sammelt.“

 

Die Gallup-Umfrage wurde bei 1.200 Österreicherinnen repräsentativ durchgeführt und zeigt auch eine stark zunehmende Ablehnung einer Privatisierung der Abfallentsorgung. Lag die Ablehnung 2016 noch bei 58 %, erreicht sie 2019 mit 68% einen neuen Höhepunkt.

 

KR Hans ROTH, Präsident des Verbandes österreichischer Entsorgungsbetriebe, weist auf die gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen privater und öffentlicher Abfallwirtschaft hin. Vor allem am Land wird der Großteil der Sammel- und Entsorgungsaufträge von privaten Entsorgungsfirmen in Dienstleistung für die Gemeinden und ihre Abfallwirtschaftsverbände erbracht. Die neuen Recyclingziele des EU-Kreislaufwirtschaftspakets werden einen Investitionsschub in neue Abfalltrenn- und Verwertungsanlagen in der Entsorgungswirtschaft und der produzierenden Industrie führen. „Unsere Mitgliedsbetriebe werden für die Kommune und die Haushaltssammelsysteme erhöhte Anstrengungen unternehmen, um gemeinsam die neuen Ziele zu erreichen.“

 

Frau Stadträtin Franziska OLISCHER erklärt anhand von konkreten Beispielen aus Mödling, wie auf Initiative der Kommune, Lebensmittelabfälle im Gastronomiebereich vermieden werden können: „Wir laden die Mödlinger Restaurants und Gasthäuser ein, die zu großen Portionen den Kunden in einer „Genussbox“ mit nach zu Hause geben und später zu essen. So können wertvolle Lebensmittel vollständig verzehrt werden.“

 

Zur bevorstehenden Umsetzung der EU-Einwegplastikprodukte-Richtlinie in Österreich ergänzt KASSER: „Wir erwarten gespannt die Studie des Nachhaltigkeitsministeriums zum Thema Getränkepfand. Sie wird zeigen, ob das EU-Recycling-Ziel von 90% der Plastikflaschen im Jahr 2029 ohne Pfand zu erreichen ist.“

 

KASSER gibt einen Ausblick auf mittelfristige Innovationen im Bereich der Abfallwirtschaft: „Um den Kreislauf in der eigenen Sparte zu schließen, werden die positiven Beispiele für gasbetriebene Sammelfahrzeuge aufgegriffen, die mit Methangas aus der Biotonne fahren. Eine neue EU-Richtlinie schreibt ja den Einsatz von 10% der Fahrzeuge mit Antrieben aus erneuerbarer Energie bis 2025 vor. Auch hier werden die Kommunen und ihre privaten Partner zum Klimaschutz beitragen“

 

Über 1 Million Kilogramm bei 2700 Flurreinigungsaktionen gesammelt: Weiterer Zuspruch

Die Verbände haben im heurigen Frühjahr gemeinsam mit den Landesregierungen und den Gemeinden rund 2700 Flurreinigungsaktionen organisiert. Über 170.000 Freiwillige haben dabei mehr als 1.000.000 kg gelitterte Verpackungen, Zigarettenstummel, Taschentücher etc. aus der Landschaft geholt. Neben Schulklassen, Kindergärten, Jägerschaften, haben sich auch Feuerwehren oder Bergrettungen beteiligt. Straßen, Parks, und öffentliche Plätze wurden freiwillig von Weggeworfenem gereinigt. Ein Blick auf die Zahlen: Der steierische Frühjahrsputz motivierte 56.000 Personen zum Mitmachen, die niederösterreichischen Umweltverbände begeisterten 44.000 oder die MA 48 der Stadt Wien 17.000 Menschen.

 

KASSER endet: „Die Umfrageergebnisse und die Beteiligung bei den Flurreinigungsaktionen sprechen eine ganz klare Sprache: die Arbeiten der Wertstoffmanager und der Müllabfuhr können nachvollzogen werden: Die Menschen übernehmen Verantwortung für unsere Umwelt. Danke hierfür.“

 

 

Über die Initiative Verantwortungsvolles Wertstoffmanagement

Die Initiative Verantwortungsvolles Wertstoffmanagement wurde als Plattform zum Informations- und Erfahrungsaustausch für alle an der öffentlichen Abfallwirtschaft Interessierten ins Leben gerufen, um gemeinsame Ziele zu erarbeiten und Projekte umzusetzen. Die kommunalen Interessensverbände Städtebund und Gemeindebund, der Verband Österreichsicher Entsorgungsbetriebe, die Ingenieurkammer und die Interessensgemeinschaft Energieautarkie sind ebenso Teilnehmer wie em. Univ.Prof. Dr.Gehard Vogel oder Greenpeace Österreich, das Lebensministerium, die Arbeiterkammer oder Vertreter der Sammelsysteme der Wirtschaft.
(VWM-Handbuch
Deutsch:
https://www.argeawv.at/app/download/14310129430/Gr%C3%BCnbuch_deutsch_neu.pdf?t=1557998014

Englisch: https://www.argeawv.at/app/download/14310129530/GreenBook_english.pdf?t=1557996123

Über die ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände

Die ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände ist die Informationsdrehscheibe und Interessensvertretung von rund 80 Gemeindeverbänden für Abfallwirtschaft in Österreich. Als Zusammenschluss von acht Landesdachorganisationen vertritt die ARGE die öffentliche Abfallwirtschaft in fachlicher Zusammenarbeit mit Gemeindebund und Städtebund. Mit Müllgebühren in Höhe von rd. 600 Mio. EURO werden jährlich 4 Mio. Tonnen Siedlungsabfälle von Gemeinden, Städten und Verbänden gesammelt, verwertet und entsorgt. Ein Volkswirtschaftlicher Nutzen von 1.235 Mio. EURO wird damit gestiftet und 14.800 Personen beschäftigt.

Rückfragen:

ARGE Präsident LAbg. Bgm Anton Kasser                   ARGE- Bundeskoordinator Dr. Johann Mayr
Tel.: +43 664 231 98 15                                             Tel.: +43 664 390 97 20
E-Mail:
anton.kasser@argeawv.at                              E-Mail: hans.mayr@argeawv.at

Stadiongasse 6-8/8

1010 Wien

 

 

Über den VÖEB

Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VÖEB) ist die freiwillige Interessensvertretung der kommerziell geführten Entsorgungsunternehmen in Österreich. Der Verband vertritt derzeit über 200 Mitgliedsunternehmen und repräsentiert somit zwei Drittel - gemessen am Umsatz bzw. an den Beschäftigten – der privaten österreichischen Entsorgungsbetriebe. Die Branche beschäftigt direkt und indirekt ca. 43.000 Mitarbeiter, entsorgt rund zwei Drittel des gesamten in Österreich anfallenden Abfalls und erwirtschaftet Umsätze in der Größenordnung von 4 Mrd. Euro pro Jahr.

Rückfragen:
Mag. Daisy Kroker                                         
Geschäftsführerin VÖEB                               
Tel.: +43 664 4002750                                 
E-Mail:
kroker@voeb.at                                

 

 


Pressekonferenz 27. Juni 2019 - Kommunen als Klima-Schützer: "Wir halten Österreich sauber"

Aktion zur Bewerbung von Kreislaufwirtschaft

"Rund geht's" die Öffentlichkeitskampagne der Abfallwirtschaft

Neben vielen anderen Mitgliedern ist auch die ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände ein Promotor der gemeinsamen PR-Kampagne "Rund geht's", mit der in kurzen einprägsamen Bildern der Weg vom Abfall zum neuen Produkt und die Geschichte dazu erklärt werden.

 

ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände

Eine zukunftsorientierte kommunale Abfallwirtschaft trägt ganz wesentlich zu einer nachhaltigen Wirschaftsweise bei. Der zügige Aufbau flächendeckender Entsorgungsstrukturen in allen Bundesländern nach dem Prinzip der Entsorgungsautarkie ist unabdingbare Voraussetzung einer nachhaltigen Abfallwirtschaft und die Entsorgung der Siedlungsräume eine wichtige Aufgabe des vorsorgenden Umweltschutzes - und somit auch der Daseinsvorsorge.

Durch die verstärkte Kommunikation zwischen den Abfallverbänden und den politischen Verantwortungsträgern gewährleisten wir die Erhaltung der Entsorgungssicherheit, die Weiterentwicklung des Leistungsangebotes und die Ausgewogenheit zwischen Ökonomie und Ökologie.

Die ARGE Abfallverbände Österreichs hilft den Gemeinden und Verbänden...

durch gemeinsame Vertragsverhandlungen

bei Auftragsvergaben für Sammlung, Transport, Behandlung/Verwertung von Müll und Altstoffen

bei der Organisation der Altstoffsammlung, der Verwertung der Altstoffe

und bei der Errichtung von Entsorgungsanlagen.

Durch die Internationalisierung der Abfallwirtschaft wird es auch verstärkt notwendig sein, die kommunalen Interessen der Abfallwirtschaft professionell zu bündeln, frühzeitig Lobbying-Arbeit für die Kommunen zu leisten und den Liberalisierungstendenzen der Wirtschaft entgegenzuwirken - um im Interesse der Bürger die Kosten gering zu halten.

Diese Ziele verfolgen wir konsequent und Erfolge sind mehr als erkennbar.

Wir wollen auch in den nächsten Jahren konstruktiv für die kommunale Seite der Abfallwirtschaft kämpfen und Sie durch regelmäßige Weitergabe von Information über die verschiedenen abfallwirtschaftlichen Themen - im Sinne von: voneinander Lernen und "best practice" - auf dem Laufenden halten.